Park-and-Ride-Parkplätze am Bahnhof Marl-Sinsen

Sehr geehrte Frau Baudezernentin Baudek, liebe Andrea,

 

wie Du weißt, haben wir uns vor Ort in den vergangenen Monaten und Jahren sehr intensiv mit der Planungen der Sanierung des Parkplatzes am Bahnhof Sinsen sowie des Neubaus eines Parkplatzes an der Gräwenkolkstraße beschäftigt.

 

Es war uns dabei ein besonderes Anliegen, die Wünsche der Menschen vor Ort aufzunehmen. Daher haben wir bereits im April und im September 2016 eigens zu diesem Thema zu Bürgerversammlungen eingeladen. Die Wünsche und Ergebnisse der Menschen haben wir stets der Verwaltung unmittelbar weitergegeben und darum gebeten, diese nach Möglichkeit bei den Planungen zu berücksichtigen.

 

Wir möchten uns schon jetzt vorweg dafür bedanken, dass zahlreiche Punkte in der Planung aufgenommen worden sind. Auch der erst vor wenigen Monaten gemachte Vorschlag von uns, Elektro-Ladesäulen für Autos aufzubauen. Das ist großartig!

 

Nach dem Termin „Verwaltung vor Ort“ in Sinsen am 18. September haben wir uns noch einmal genau mit den Planungsergebnissen beschäftigt und überprüft, welche Bürgeranregungen umgesetzt worden sind und welche nicht.

Genau aus diesem Grund möchte ich Dich auch im Einvernehmen mit dem Fraktionsvorsitzenden Peter Wenzel als Baudezernentin darum bitten, noch folgende Punkte in der Planung aufzunehmen bzw. zu ändern. Ein besonderes Anliegen ist dabei der erste Punkt:

 

  1. Besonderes Anliegen der Sanierungsmaßnahme am Bahnhof war immer auch das Schaffen einer höheren Aufenthaltsqualität durch eine vorplatzähnliche Fläche. Dies ist in der Planung durch die runden Bögen auf dem Boden – aufgenommen von der Form der Radstation – gut gelungen. Leider ist der Platz vor Ort ohnehin sehr begrenzt. Die Fläche wird in der Planung durch zwei private Autostellplätze für die Geschäftsführung der Radstation unnötig weiter reduziert. Daher möchten wir dringend darum bitten, auf diese beiden Stellplätze zu verzichten und stattdessen den Vorplatz so groß wie nur möglich zu gestalten.

 

  1. Im Gedanken einer hohen Aufenthaltsqualität bitten wir darum, keine Standardlaternen, sondern höherwertige Straßenlaternen in der Nähe aufzubauen, deren Anblick eine Freude ist.

 

  1. Immer wieder wurde von Anwohnerinnen und Anwohnern bemängelt, dass wegen einer fehlenden öffentlichen Toilette ihre Grundstücke für die Notdurft der Menschen genutzt werden. Ein nachvollziehbares Ärgernis. Leider ist eine Toilette nicht in der Planung mitaufgenommen. Gerne möchten wir darum bitte, dass die Stadtverwaltung zunächst eine Lösung mit der rebeq, der Trägerin der Radstation, sucht. Im Gebäude befindet sich eine Toilette. Möglicherweise gibt es die Möglichkeit, zu einem öffentlichen Ausbau. Als Anlieger des Parkplatzes müsste dies zudem auch im eigenen Interesse der Radstation sein. Sollte eine Lösung mit der rebeq nicht möglich sein, so ist eine andere Alternative nötig.

 

  1. Es ist gut, dass an der Gräwenkolkstraße zahlreiche Parkplätze geschaffen werden und dem Parkchaos auf dem Bürgersteig so ein Ende gesetzt wird. Damit verbunden ist jedoch auch ein längerer Laufweg der Pendlerinnen und Pendler vom Parkplatz an der Gräwenkolkstraße zum Bahnhof und zurück. Daher möchten wir darum bitten, dass der Laufweg zumindest subjektiv verkürzt wird, indem eine Lauframpe von der Gräwenkolkstraße im räumlich nächstmöglichen Punkt vom Bahnhof zum Parkplatz gebaut wird. So hätten PendlerInnen nicht das Gefühl, viele Meter die Gräwenkolkstraße zum Parkplatz oder zum Bahnhof laufen zu müssen, sondern sich schon kurz hinter dem Bahnhof bereits auf dem Gelände des Parkplatzes oder anders herum am Bahnhof zu befinden.

 

Mit der Bitte um die kurzfristige Aufnahme dieser Punkte, insbesondere dem ersten,

vielen Dank im Voraus mit freundlichen Grüßen

 

Arvid Weber

Ortsvereinsvorsitzender

 

Brief Donnerstag 04.10.2018|

 

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