SPD-Kneipengespräche: Elektromobilität in der Stadt

Am vergangenen Freitag lud die SPD in Marl zu Kneipengesprächen zum Thema

„Elektromobilität in der Stadt“ nach Sinsen in das Vereinsheim der BSG Sinsen ein.

 

Gerd Hoschek, Ausbilder für Elektroniker in einer Bundesbehörde, führte mit einem Impulsvortrag in das Thema ein. Zudem standen Sebastian Weißbruch, als Eigentümer eines Elektroautos, und einer eigenen Photovoltaiktankstelle am Haus, sowie Tobias Tewes,  Diplom-Verkehrsingenieur,  der  sich  besonders   mit   den   Fragen   rund   um die verkehrsplanerischen sowie stadtplanerischen Konzepte zur Minimierung der verkehrsbedingten Emissionen beschäftigt, als weitere Experten für Fragen zur Verfügung.

 

Schnell entstand eine leidenschaftliche Diskussion unter den Anwesenden, der gut besuchten Veranstaltung: Sind Elektroautos wirklich umweltfreundlicher? Welche Probleme bringen Elektroautos mit sich? Welche Maßnahmen sind vor Ort zur Förderung der E-Mobilität nötig? Gerd Hoschek räumte insbesondere die Sorge um die geringere Reichweite von E-Autos aus: „Die Werbeindustrie spielt uns vor, dass wir mit unserem Verbrennungsauto die unbegrenzte Freiheit leben können. Aber in den seltensten Fällen brauchen wir dies wirklich. Wer nicht gerade hunderte Kilometer zur Arbeit fahren muss, der wird auch mit einem E-Auto auskommen.“

 

Denn nach der Statistik pendeln die Hälfte aller Arbeitnehmer weniger als 10 Kilometer. Weitere 27 Prozent maximal 25 Kilometer.

 

Für die SPD Sinsen-Lenkerbeck war wichtig, wie sie das Thema vor Ort konkret fördern könne. Daher hat sie bereits einen Vorschlag des Abends aufgegriffen und sich mit einer Bitte an Baudezernenzin Baudeck gewandt. „Daher möchten wir Dich gerne bitten, den Wunsch der Bürgerinnen und Bürgern nach Elektro-Ladesäulen mit in die Planung der Sanierung des Sinsener Bahnhofs aufzunehmen.“ , schreiben Fraktionsvorsitzender Peter Wenzel sowie Ortsvereinsvorsitzender Arvid Weber in einem offenen Brief an Andrea Baudeck.

 

Zudem wolle man versuchen, dass das Projekt „RUHRAUTOe“ auch auf die Stadt Marl ausgeweitet werde. So könnten Bürgerinnen und Bürger mit der unproblematischen Miete eines E-Autos ihre ersten Erfahrungen mit diesem sammeln und Ängste sowie Vorurteile abbauen.

 

Nach dem offiziellen Teil verblieben die meisten noch im Thekenraum und diskutierten in kleineren Gruppen das Thema weiter. Musikalisch untermalt wurde der Ausklang des Abend von der lokalen Band „Die roten Hosen“.

 

Pressemitteilung Freitag 30.03.2018

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© Peter Wenzel