SPD Sinsen-Lenkerbeck unterstützt Unterschriftenaktion für einen Kreisverkehr

17-jährige Schülerin Sarah Schuster initiiert Petition nach schweren Unfällen

Ein Kreisverkehr an der Halternerstraße/Schulstraße in Sinsen ist schon lange geplant, doch manche haben inzwischen den Glauben an die Umsetzung verloren. Bereits im Jahr 2005 beantragte die SPD-Ratsfraktion den Bau eines Kreisverkehres an dieser Stelle. In der Folge wurde dieser tatsächlich auch geplant, doch u.a. wegen fehlender Gelder nicht realisiert. Als Probleme stellten sich zudem eine zentrale Wasserleitung unter der Kreuzung sowie weitere, nötige Grundstücksflächen dar. Doch auch dafür wurden inzwischen Lösungen gefunden.

 

Dass die Kreuzung ein Gefahrenschwerpunkt ist, wissen viele Sinsenerinnen und Sinsener schon lange, am besten die direkten Anwohner. Schon viele Male haben sie gewarnt, schwere Unfälle könnten hier passieren. Oft genug komme es zu brenzlichen Situationen und Beinaheunfällen. Die Warnungen jedoch führten zu keinen Veränderungen.
 

Nun kam es am am 03. Septmeber zu einem Unfall mit vier Verletzten und am

16. September mit mehreren Verletzten und einer Schwerverletzten. Sarah Schuster, Schülerin, und Anwohnerin nahe der Kreuzung fasste kurz darauf den Entschluss, sich nicht weiter mit dieser Situation abzufinden. „Ich habe eine Petition für einen Kreisverkehrsbau formuliert und sie überall in Sinsen ausgelegt, weil sich hier etwas verändern muss. Der Kreisverkehr ist die sicherste Möglichkeit eine Kreuzung zu passieren.“, so die Schülerin. Innerhalb weniger Tage konnten bereits mehrere hundert Unterschriften gesammelt werden.

 

Von der Initiative beeindruckt suchte die SPD Sinsen-Lenkerbeck den Kontakt zu der Initiatorin der Petition. Gemeinsam schaute man sich die Situation vor Ort an und stellte den Stand der Planungen dar. Mit dabei Mutter Sandra Schuster und Michaela Korte, eine weitere Nachbarin. Auf dem Boden vor ihnen sind noch gut die Unfallmarkierungen von der Polizei sichtbar. „Ich bekomme die Schreie nicht mehr aus meinem Kopf. Hier muss sich unbedingt etwas tun.“, so Korte. Die schwerverletzte Frau liege noch immer auf der Intensivstation. „Natürlich freuen wir uns über die Unterstützung von der SPD.“, so Sandra Schuster.

Zuletzt forderte die SPD Sinsen-Lenkerbeck den Kreisverkehrsbau 2016 während der Aufstellung des integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK). Die Forderung schaffte es sodann auch in den Band 2 des ISEK. Nach Auskunft der Verwaltung Ende 2017 sei der Sinsener Kreisverkehr auf Nr. 4 der Sanierungsliste in Marl. Der SPD vor Ort ginge es neben der Verkehrssicherheit auch um einen besseren Fluss des Verkehrs. Gerade zu Stoßzeiten nach dem Feierabend stauten sich die Autos von der Kreuzung an bis in den Sinsener Bahnhofsbereich.

Michaela Korte, die von Beruf Busfahrerin ist und die Kreuzung auch aus dieser Perspektive kennt, würde sich einen Kreisverkehr auch für die Busfahrer wünschen:

„Mit einem Gelenkbus kommen wir oft nur unheimlich schlecht von der Bahnhofstraße in die Halternstraße um die Kurve.“

 

In einem offenen Brief fragte Ortsvereinsvorsitzender Arvid Weber Bürgermeister Werner Arndt unmittelbar an, wann der Kreisverkehrsbau nun konkret geplant sei und bittet darum „nach Möglichkeit aufgrund der schrecklichen Unfälle und der weiter bestehenden Gefahrenstelle zu prüfen, ob die Maßnahme in der Prioritätenliste nicht weiter vorgezogen werden könnte.“

 

„Das außerordentliche Engagement von Sarah Schuster finde ich absolut beeindruckend. Ich kann in Sinsen nur dafür werben, sich der Unterschriftenliste anzuschließen.“, so Weber. Fraktionsvorsitzender Peter Wenzel ergänzt indes: „Wir haben immer auf den Gefahrenschwerpunkt hingewiesen, Beinaheunfälle werden jedoch statistisch nicht erfasst. Ich bin froh und dankbar für den Einsatz von Sandra Schuster. Die traurigen Ereignisse in den vergangen Wochen müssen dazu führen, dass der Kreisverkehr nun so schnell wie möglich kommt.“

 

Pressemitteilung Mittwoch 26.09.2018|

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Peter Wenzel