Kreuzkirche soll wieder ein Treffpunkt werden 

 

Rund 100 Sinsener informierten sich über das Bau- und Sanierungsprojekt bei der Versammlung der SPD Sinsen-Lenkerbeck

Er hatte befürchtet beim Infoabend alleine da zu sitzen, aber da kannte Uwe Hildebrandt, Geschäftsführer des AWO-Bezirkes Westliches Westfalen, die engagierten Sinsener Bürger noch nicht so gut.

 

Die kamen am Donnerstagabend in Scharen ins Vereinsheim der Schützen, um sich über die Pläne zur Kreuzkirche und das benachbarte Wohnprojekt der Arbeiterwohlfahrt zu informieren. Organisator Arvid Weber, Vorsitzender der SPD Sinsen-Lenkerbeck, musste noch jede Menge Stühle und Holzbänke dazustellen. Rund 100 Besucher hatten den Wege ins Schützenheim gefunden. Architekt Gregor Treder und Uwe Hildebrandt skizzierten das Neubau Projekt, Harry Junghans, Martina Waldner und Tina Nitz vom AWO-Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen erläuterten die Vorhaben und Projekte, die im neuen Zentrum um die Kreuzkirche entwickelt werden könnten.

 

In einem Staffelgebäude mit zwei bis vier Geschossen werden 37 seniorengerechte Wohnungen entstehen. Zwei Treppenhäuser, zwei Aufzüge (einer davon bettengeeignet) und Laubengänge erschließen die Wohnungen. Insgesamt 7,3 Millionen Euro will die AWO hier investieren. In eineinhalb Jahren soll alles fertig sein.

 

Und die AWO möchte die Kreuzkriche wiederbeleben. „Die Aktivität muss aus dem Stadtteil kommen.“, so Uwe Hildebrand. „Wir bieten das Haus den Bürgern an.“ Wie viele engagierte Initiativen von „Sinsen lebt!“ und „Sinsener Art“ bis zu den Vereinen der Sinsener Runde es im Stadtteil gibt, die nur darauf warten, dieses Haus wieder mit Leben zu füllen, überraschte die AWO-Vertreter. 

 

Es soll eine Vernetzung zwischen Aktivitäten für die Bewohner der Seniorenwohnungen und den anderen Gruppen im Stadtteil geben. „Da ist alles denkbar“, erläuterten Martina Waldner, die für die Serviceangebote für die Bewohner zuständig ist und Tina Nitz, die die soziokulturellen Aktivitäten in der Kirche mitinitiieren will. Beratungsangebote, Vereinstreffen, neue Initiativen, Angebote für Jugendliche und Kulturangebote von Ausstellungen bis zu Lesungen könnte es in der Kreuzkirche wieder geben. 

 

Über eine Anschubfinanzierung können Koordinatorenstellen eingerichtet werden, allerdings nur für die Anfangszeit. „Danach muss vieles ehrenamtlich koordiniert werden“, so Uwe Hildebrandt.

 

Sanierung der Kreuzkirche 

 

Davor machen sich die Sinsener nicht bange, die in der Diskussion schon konkrete Fragen hatten aber eine Langzeitkoordinatorenstelle zu schaffen. Die AWO will mit Fördergeldern, über die der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Groß informierte, einen Großteil der Sanierungskosten von „mehreren hunderttausend Euro“ für die Kreuzkirche aufbringen. „Wir wollen keine kleinen Lösungen, wir wollen ein Haus auf das Sie stolz sein können.“, sagte Uwe Hildebrandt.

 

Wann es denn konkret losgehen könne und ob das Begegnungszentrum Kreuzkriche erst nach dem Bau der Wohnungen angegangen werde, wollten die Sinsener Bürger wissen. Die AWO sagte zu, beide Bauaktivitäten parallel zu starten, damit es nicht noch jahrelang dauert, bis die Sinsener wieder ihr altes/neues Domizil beziehen können.

 

SPD-Vorsitzender Arvid Weber zeigte sich sehr erfreut über die gut besuchte Veranstaltung und die Ergebnisse, die gemeinsam mit AWO und esm erreicht werden konnten: „Die  harte Arbeit des letzten Jahres zahlt sich nun langsam aus. Das freut mich sehr.“ Ebenso sieht es Fraktionsvorsitzender Peter Wenzel: „Das Stadteizentrum Kreuzkriche wird gut für die Menschen in Sinsen werden.“

 

Pressemitteilung Mittwoch 25.08.2018

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© Peter Wenzel