Sinsener Sparkassenkunden können sich Geld kostenlos bringen lassen

Als vor etwa einem Jahr der Sparkassenautomat in der Nettofiliale in Sinsen abgebaut wurde, wandte sich die SPD Sinsen-Lenkerbeck umgehend an den Vorstandsvorsitzenden Dr. Schulte.

 

Der in Rede stehende Automat wurde aus gutem Grund an einem hochfrequentierten und geschützten Ort aufgestellt. Er war der einzige Sparkassenautomat im Stadtteil Sinsen. Um diesen Standort herum leben auch viele ältere Menschen, die auf eine fußläufige Geldversorgung angewiesen sind. In dieser Nähe sind aktuell zudem zwei weitere Bauprojekte für seniorengerechtes Wohnen in Realisierung. Unabhängig von den konkreten Benutzerzahlen ist es immer ein schlechtes Signal, wenn Banken ihre Schalter aus einem Stadtteil aufgeben.


In diesem Sinne möchten wir noch einmal an Ihre Verantwortung als Anstalt des öffentlichen Rechts appellieren. Eigentlich wollen wir uns auch gar nicht von dem Gedanken verabschieden, dass die Sparkasse besonders nah bei den Menschen und für diese da ist; eine Bank eben, deren Wort zählt.“, hieß es so in einem ersten offenen Brief. Zeitgleich sammelten die Mitglieder der SPD Sinsen-Lenkerbeck innerhalb kürzester Zeit über 600 Unterschriften für den Wiederaufbau des Automaten im Stadtteil.

 

Es folgte ein intensiver Austausch zwischen SPD und Sparkasse, welcher in zwei Gesprächen vom Fraktionsvorsitzenden Peter Wenzel sowie SPD- Ortsvereinsvorsitzenden Arvid Weber mit dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Schulte und dem Marktbereichsdirektor in Marl Detlef Specovius mündete. Das Ergebnis der Gespräche: Zwar wird der Geldautomat in Sinsen nicht wiederaufgebaut, allerdings können die Sinsener Kundinnen und Kunden den Bargeldlieferservice der Sparkasse für einen erweiterten Zeitraum von 3 Jahren kostenfrei in Anspruch nehmen. Ergänzend weist die Sparkasse auf die bestehenden Möglichkeiten zur kostenlosen Bargeldversorgung im Sinsener Netto-Markt hin.

 

Das ist zwar nicht das von uns gewünschte Angebot für die Menschen in Sinsen, aber ein respektables Zeichen gegenüber unserem Protest“, kommentiert Fraktionsvorsitzender Peter Wenzel. Wir bitten die Sparkasse die betroffenen Menschen intensiv über das Angebot zu informieren. Nur wenn das Angebot bekannt ist, kann es den Menschen, die besonders darauf angewiesen sind, wirklich helfen.“, fährt Wenzel fort. „Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass der Automat wiederaufgebaut würde.“, gibt sich Arvid Weber ehrlich.

Das Ergebnis ist aber ein Kompromiss, der die Bedürfnisse der Menschen im Blick hat. Unser Kampf hat sich also gelohnt.“, gibt sich Weber im Ergebnis zufrieden, „locker lassen werden wir allerdings nicht und ganz genau auf die Erfahrungsberichte der Kund/innen achten. Lösungen müssen den Menschen helfen und nicht den Geschäftsberichten von Unternehmen.“

Ziel bliebe es eine dauerhafte Lösung, auch über die drei Jahre hinaus, zu sichern.

Gez. Arvid Weber Ortsvereinsvorsitzender

 

 

Pressemitteilung Mittwoch 16.01.2019 |

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© Peter Wenzel