SPD-Bürgerversammlung Sinsen-Lenkerbeck

 

Lebhafte Diskussion über Stadtteilzentrum, HoT Hülsberg, Wanderwege und Bahnhofsumfeld

 

Der Rat der Stadt Marl möchte im Juni ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) beschließen. In diesem sollen die politischen Ziele der nächsten 10 Jahre für Marl dargestellt werden. Inzwischen liegt hierfür ein Entwurf vor, der unter der Zuhilfenahme von den Architekten und Stadtplanern ASTOC sowie Post und Welters erarbeitet worden ist. Diesen Entwurf nahm die SPD Sinsen-Lenkerbeck nun zum Anlass, zu einer Bürgerversammlung der beiden Stadtteile einzuladen, um über die vorgeschlagenen Projekte des Entwurfs für Sinsen und Lenkerbeck zu diskutieren und nach weiteren Projekten zu suchen.

 

Der Einladung in das Vereinsheim der Sinsener Schützengilde sind am Dienstag über 60 interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Sinsen und Lenkerbeck gefolgt. Bürgermeister Werner Arndt nahm als ein Referent der Veranstaltung Teil. Ebenso anwesend waren SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Wenzel sowie Jens Vogel, Vorsitzender des Stadtplanungsausschusses.

 

Zunächst gab der Bürgermeister einen Überblick über die Maßnahmen, die vor Ort in absehbarer Zeit begonnen werden: Bebauung des alten Haardschulgeländes, Umbau an der Bezirkssportanlage Sinsen mit einem weiteren, kleinen Kunstrasenplatz, Lärmschutzwände entlang der Bahntrasse, Park and Ride-Parkplatz an der Gräwenkolstraße sowie die ökologische Aufwertung des Gewerbegebiets Lenkerbeck. „Wer meint, dass sich in Sinsen nichts tut, der liegt falsch.“ so Bürgermeister Werner Arndt.

 

Arvid Weber, Vorsitzender der SPD Sinsen-Lenkerbeck, stellte den Anwesenden sodann die vorgeschlagenen Projekte des ISEK-Entwurfs für die beiden Stadtteile dar:

 

1. Ortsbildaufwertung Bahnhofstraße und Umfeld Haltepunkt Bahnhof Sinsen

 

2. Städtebauliche Entwicklung Fläche südlich der Bahntrasse


 

3. Potentialfläche ehemalige Haardschule


 

4. Nutzung des touristischen Potentials der Haard, „Info-Point“, Anbindung an   Haardpromenade, Waldband Regionale 2016

 

5. Nutzung des touristischen Potentials der Reiterhöfe


 

6. Aufwertung Haltepunkt Bahnhof Sinsen, bessere Intermodalität

 

Weber ermunterte die Anwesenden, sich kritisch zu den Projekten zu äußern und weitere Ideen zu formulieren. Schnell stellte sich heraus: Die Sinsener wünschen sich ein Stadtteilzentrum, in dem die Stadt soziale Angebote für die Menschen anbietet. Als konkreter Vorschlag hierfür wurde die Anmietung von Räumen der Kreuzkirche durch die Stadt formuliert. Arvid Weber und Werner Arndt zeigten offenkundig Symphatie für diesen Vorschlag.

 

Ferner müsste das Jugendzentrum HoT Hülsberg nach Auffassung der Bürgerversammlung langfristig so erhalten bleiben, dass es auch für die kommenden Genrationen attraktive Angebote machen kann.

 

Sinsen mit besseren Zuwegen an den Haardgrenzweg zu erschließen fand ebenfalls großen Anklang: Man wünsche sich über den Entwurf hinaus auch einen barrierefreien Zuweg auf Höhe der Straße „In de Flaslänne“ entlang der Bezirkssportanlage Sinsen. Und ferner sollen die Pläne um die Haard auch für das Naturschutzgebiet „Die Burg“ gelten: Auch dieses müsste besser erschlossen sowie beschildert und mit mehr Sitzmöglichkeiten ausgestattet werden.

 

Zustimmung fand außerdem der Vorschlag von Weber den vor Jahren bereits konkret geplanten Kreisverkehr an der Kreuzung Halterner Straße/Schulstraße als Projekt mit in das ISEK aufzunehmen.

 

Kontrovers diskutiert wurde die mögliche Aufwertung und Umgestaltung des aktuellen Bahnhofparkplatzes an der Wallstraße: Wie soll es genau aussehen? Was muss alles berücksichtigt werden und für wen könnt es einen Nachteil bedeuten? Hier sicherte der Vorsitzende der SPD Sinsen-Lenkerbeck den Anwesenden zu, zur gegeber Zeit auf Bürgerbeteiligung setzen zu wollen. Wenn ein konkreter Entwurf vorliege, werde man mit den Menschen vor Ort über diesen ergebnisoffen diskutieren.

 

Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereines Arvid Weber zeigte sich erfreut über den Verlauf der Veranstaltung und versprach: „Wir nehmen alle die von Ihnen gemachten Vorschläge sehr ernst und werden sie in einem politischen Antrag formulieren, damit sie als weitere Projekte für Sinsen und Lenkerbeck im ISEK Platz finden und vor Ort umgesetzt werden.“ Auch Fraktionsvorsitzender Peter Wenzel erfreute sich über die Veranstaltung und lobte den neuen Ortsvereinsvorsitzenden: „Ich bin froh und dankbar, dass Arvid Weber nicht locker gelassen hat, um für diese Bürgerversammlung zu werben und diese einzuberufen.“ 

 

Pressemitteilung Donnerstag 14.04.2016

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© Peter Wenzel