Veranstaltung zur Einbruchskriminalität mit der Polizei

 

"Wir fordern bundesweit 15.000 weitere Polizistinnen und Polizisten!"

 

 

Über fünfzig Interessierte folgten der Einladung der SPD Hüls sowie der SPD Sinsen-Lenkerbeck zu ihrer gemeinsamen Informationsveranstaltung zum Thema Einbruchskriminalität in das Vereinsheim der Sinsener Bürgerschützen. Als Referent eingeladen war Kriminalhauptkommissar Claus Grüter vom Polizeipräsidium Recklinghausen.

 

Polizeihauptkommissar Grüter stellte in sachlicher Art und Weise die Phänomenologie von Einbrüchen im Kreis Recklinghausen dar und räumte so auch das Gerücht aus, dass an bestimmten Wochentagen besonders häufig eingebrochen werde. Zudem erklärte Grüter, wie man sich mit technischen Mitteln vor Einbrüchen schützen könne. Besonders sei bei solchen Schutzmaßnahmen auf die DIN-Norm-Konformität der Bauteile zu achten; auch der Einbau solle nach Möglichkeit durch qualifizierte, vom LKA NRW anerkannte, Facherrichter erfolgen. Grundsätzlich sei eine Neuanschaffung mit entsprechendem Schutz wirtschaftlicher als Nachrüstungen und zudem optisch ansprechender. Unter den vielen Fragen der Anwesenden fand eine Antwort der Polizei besonderes Interesse: Ein auf Kipp geöffnetes Fenster werde von Versicherungen so behandelt, als sei das Fenster komplett offen gewesen, sodass Zahlungen der Versicherung in solchen Fällen oftmals ausbleiben.

 

Unter den Anwesenden war auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Groß, der das Problem der Einbruchskriminalität politisch erfasste: „Das sichere Gefühl in den eigenen vier Wänden ist ein wichtiges. Wir müssen der steigenden Anzahl an Wohnungseinbrüchen einen Riegel vorschieben. Zwei Maßnahmen gehören zusammen: mehr Polizei und mehr Einbruchschutz im Haus. Bereits 3000 zusätzliche Bundespolizisten werden aufgrund unserer Initiative eingestellt. Darüber hinaus fordern wir bundesweit 15 000 weitere Polizistinnen und Polizisten, die der Bund finanzieren soll." Groß teilte zudem mit, die SPD-Bundestagsfraktion wolle auf den Weg bringen, dass Zuschüsse für Maßnahmen zum Einbruchsschutz nicht nur von Eigentümern, sondern auch von Mieterinnen und Mietern beansprucht werden können – und das bereits bei relativ geringen Investitionssummen ab 500 Euro mit einer Förderhöhe von 20 Prozent der Kosten.   

 

Die Ortsvereinsvorsitzenden Marcel Jedl und Arvid Weber zeigten sich erfreut über den Verlauf der Veranstaltung und versprachen, dass es nicht die letzte Veranstaltung zum Thema innere Sicherheit gewesen sein wird: „Wir nehmen die Sorgen der Menschen ernst und werden uns daher weiter um das subjektive Sicherheitsempfinden vor Ort kümmern.“

 

Die Polizei bietet Vereinen und Privatpersonen Beratungen und Informationsveranstaltungen zum Thema Einbruchschutz an. Erreichbarkeit der Polizei unter Tel. 02361 / 55 - 3344.

 

Hinweise zu verdächtigen Beobachtungen erbittet die Polizei unter 110.

 

Pressemitteilung Donnerstag 13.10.2016 

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Peter Wenzel