Große Trauer um Lutz Schindler

 

Der langjährige Vorsitzende der SPD Sinsen-Lenkerbeck verstarb letzte Woche mit 67 Jahren

 

 

Die Marler Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten trauern um Lutz Schindler, der am Donnerstag vergangener Woche nach längerer Zeit der Krankheit im Alter von 67 Jahren verstorben ist.

 

Schindler war vor Ort sowie in der Partei beliebt und geschätzt. 1994 ist er in die SPD eingetreten; seither engagierte er sich mit Herzblut für seine Stadtteile Sinsen und Lenkerbeck. 2008 wurde Schindler schließlich Vorsitzender seines SPD-Ortsvereines Sinsen-Lenkerbeck. Ebenso arbeitete er lange Jahre als sachkundiger Bürger in der Fraktion und als Beisitzer im SPD-Stadtverbandsvorstand mit. Anfang diesen Jahres gab Schindler das Amt des Vorsitzenden vor Ort schließlich nicht zuletzt wegen seines Gesundheitszustands weiter.

 

Viele Projekte in Sinsen und Lenkerbeck tragen die Handschrift von Lutz Schindler. Mehrere Jahre lang setzte er sich beispielsweise für den Neubau einer Brücke über den Silvertbach im Nonnenbusch ein. Andere hätten wegen der vermeintlichen Hindernisse und Probleme schon längst aufgeben. Doch Lutz Schindler nicht. Dieser war nämlich insbesondere auch eines: Hartnäckig. Kein Projekt war Schindler zu schwierig, um es anzupacken und kein Weg zu lang, um ein Projekt schlussendlich zu realisieren. Noch im vergangenen Jahr hatte er so innerparteilich auch die hitzigste Diskussion nicht gemieden: Mit Leidenschaft setzte er sich erfolgreich mit für einen weiteren, kleinen Kunstrasenplatz an der Bezirkssportanlage in Sinsen ein.

 

Schindler beschrieb seine Leidenschaft für Politik einmal mit einem inneren Gefühl in ihm, dass ihn gar nicht anders ließe, als sich für die Menschen einzusetzen; ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden eben.

 

Lutz Schindler war kreativ und entwickelte stets neue Ideen. Leider wird er selbst nicht mehr die Realisierung aller seiner Ideen miterleben sowie dem neuen Park and Ride Parkplatz an der Gräwenkolkstraße, für den er sich seit vielen Jahren eingesetzt hatte.

 

Schindlers Wirken und Denken hatte Tiefsinn: Als die Radstation am Sinsener Bahnhof gebaut worden ist, setzt er sich für Farbe am Gebäude ein. Manche fragten sich, wofür dieser Einsatz. Schindler war jedoch davon überzeugt, dass auch die Ästhetik einer Stadt sich auf das Wohlbefinden der Menschen schlage. Heute erfreut das Pastellrot der Radstation viele Menschen am Tag.

 

Lutz Schindler war aber nicht „nur“ Kommunalpolitiker. Er informierte sich ausgiebig über die Zusammenhänge der Weltpolitik und die Entwicklungen der letzten Zeit bereiteten ihm große Sorgen. Er wünschte sich auch von seiner Partei auf Bundesebene stärker den Wandel zurück zur Gerechtigkeitspartei.

 

„Lutz Schindler hat sich mit einer beeindruckenden Leidenschaft für die Menschen vor Ort eingesetzt, ohne sich selbst in den Vordergrund gestellt zu haben. Wir sind dankbar für seine Arbeit. Er fehlt uns.“, so Arvid Weber, seit Februar neuer Vorsitzender der SPD Sinsen-Lenkerbeck.

 

Ähnliche Worte findet auch SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Wenzel: „Lutz Schindler war kein Politiker der großen Worte, sondern ein unermüdlicher und beharrlicher Aktivist für die Verbesserung des Lebensumfeldes der Menschen in Sinsen. Allein schon deshalb war Lutz Schindler ein Glücksfall für Sinsen - er wird uns und mir persönlich fehlen.“

 

Nachruf Donnerstag 14.04.2016

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Peter Wenzel