Anwohner des Rosmarinwegs fordern Verkehrsberuhigung

 

Ortstermin mit Bürgermeister und zuständigen Amtsleitern

 

 

Zu einem Termin vor Ort auf dem Rosmarinweg trafen sich am vergangen Dienstag Bürgermeister Werner Arndt, Ordnungsamtsleiter Heinz-Peter Mühlenberg, der Leiter des Zent- ralen Betriebshofes Michael Lauche, der SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Wenzel sowie der stellv. Ortsvereinsvorsitzende Arvid Weber mit Anwohnerinnen und Anwohnern des Rosmarinwegs.

 

Hintergrund dieses Termins ist, dass die Anwohnerschaft der Spielstraße weitere ver- kehrsberuhigende Maßnahmen für ihre Straße für erforderlich erachtet.

Trotz der deutlichen Kennzeichnung als Spielstraße halten sich viele Autofahrer nicht an die Schrittgeschwindigkeit vor Ort. Dies belegt neben den vielen Erfahrungen der Anwohner auch eine einwöchige Messung der Stadtverwaltung:rchschnittlich wird der Rosmarinweg mit 21 Kilometern pro Stunde, also drei Mal so schnell wie zulässig, befahren. Die höchste Geschwin- digkeitsüberschreitung während der Messung der Stadtverwaltung lag sogar bei 43 Kilometern pro Stunde.

 

In dem Neubaugebiet in Sinsen leben viele kleinere Kinder. Insbesondere die Eltern dieser sor- gen sich wegen der Geschwindigkeitsüberschreitungen um die Sicherheit ihrer Schützlinge. Verschärft wird die Situation durch vier für Autofahrer uneinsichtige Wegeinmündungen entlang des Rosmarinwegs; zwei von diesen führen zum Spielplatz der Straße, sodass Kinder oftmals von einem der Zuwege des Spielplatzes auf den Rosmarinweg kommen. Autofahrer, die in einem solchen Fall zu schnell unterwegs sind, haben keine Chance mehr, noch rechtzeitig zu bremsen.

 

Herr Duda, Anwohner und Initiator des Begehrens hatte sich im Laufe des Dezembers mit dem Anliegen der Straße an den SPD-Ortsverein Sinsen-Lenkerbeck gewandt. Arvid Weber, stellv. Ortsvereinsvorsitzender, hatte sodann das Zustandekommen eines zeitnahen Termins koordiniert. In der Zwischenzeit sammelte der Initiator bereits Unterschriften der Anwohnerschaft für eine Verkehrsberuhigung. Bislang hätten alle Anwohner, die Herr Duda getroffen hat, ihn bei seiner Forderung mit einer Unterschrift unterstützt; nur wenige habe er bislang noch nicht an- treffen können. Bürgermeister Werner Arndt lobte das Vorgehen der Bewohner und betonte, dass man als Stadt solche Anliegen stets ernst nähme.

 

Trotz der aktuellen Geschwindigkeitsmessungen am Rosmarinweg positionierte sich der Arbeitskreis Unfallverhütung der Stadt, nachdem dieser sich mit möglichen verkehrsberuhigenden Maßnahmen am Rosmarinweg in der vergangenen Woche beschäftigt hatte, gegen solche Maßnahmen, da statistisch gesehen nicht von einem „Unfallschwerpunkt“ vor Ort ausgegangen werden könne. Dennoch versicherte der Ordnungsamtsleiter Heinz-Peter Mühlenberg, dass sein Amt nun doch konkrete verkehrsberuhigende Maßnahmen an den schlecht einzusehenden Stellen vor Ort prüfen werde; das Anliegen der Anwohnerschaft sei bei der Betrachtung vor Ort tatsächlich nachvollziehbar.

 

Während des Termins brachte der Initiator und Anwohner Herr Duda ferner einen Sperrpfosten in Mitte des Rosmarinwegs als Vorschlag zur Verkehrsberuhig ein. Dieser würde den Rosmarinweg in zwei Abschnitte trennen, sodass der eine Teile nur von der Neulandstraße und der andere nur von der Halternerstraße zu erreichen wäre. Aus Sicht der anwesenden Amtsleiter wäre eine solche Maßnahme grundsätzlich umsetzbar. Es sei aber wichtig, dass die große Mehrheit der Anwohner für eine solche Maßnahme sei. Da Herr Duda mit seiner Unterschriften- liste noch nicht abgefragt hatte, ob die Nachbarn auch für eine solche Trennung der Straße sind, verblieb dieser so mit der Verwaltung, alle Nachbarn über eine solche Maßnahme in Form von Unterschriften zu befragen und das Ergebnis sodann dem Bürgermeister zukommen zu lassen.

 

Arvid Weber, stellv. Vorsitzender des SPD-Ortsvereines Sinsen-Lenkerbeck zeigte sich sehr erfreut über den Ortstermin: „Termine wie diese zeigen, wie wichtig es in der Kommunalpolitik ist, sich vor Ort stets ein genaues Bild zu machen. Konkret betrachtet werden Notwendigkeiten sichtbarer, als wenn man lediglich abstrakt über diese Dinge diskutiert. Wenn die Anwohnerschaft des Rosmarinwegs mit einer großen Mehrheit für Sperrpfosten zur Verhinderung der Durchfahrt auf der Straße stimmt, so dürfte der Umsetzung dieser Maßnahme im nächsten Jahr nichts mehr entgegenstehen.“ 

 

Pressemitteilung Dienstag 22.12.2015

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© Peter Wenzel